Kos bietet nicht nur einen erholsamen mediteranen Sonnenurlaub, sondern für den daran Interessierten ein atemberaubenden Ausflug in die Geschichte dieser Mittelmeerregion. Zahlreiche Ausgrabungen und Museen gewähren begeisternde Einblicke in die klassische, frühchristliche und byzantische Zeit. Neben der bedeutendsten Ausgrabungsstätte, dem Asklipion gibt es viele andere Ausgrabungen, die in ihrer Dichte nur hier anzutreffen sind.

Die mit all dem verbundene frühklassische Persönlichkeit ist die des auf Kos geborenen Arztes Hippokrates, der als Erster eine geschlossene medizinische Lehre entwickelt hat, deren Ethik sich jeder Arzt in Europa durch Ablegen des sogenannten hippokratischen Eides bis auf den heutigen Tag verpflichtet fühlt.
Hippokrates von Kós (* um 460 v. Chr. auf der griechischen Ägäisinsel Kós; † um 375 v. Chr. in Larissa, Thessalien) war der berühmteste Arzt des Altertums. Hippokrates wurde schon zu Lebzeiten hochverehrt. Er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft. Seinen Namen tragen mindestens 60 Schriften, die als Corpus Hippocraticum bekannt sind. Hippokrates forderte vom Arzt körperliche und geistige Hygiene, persönliche Integrität, Vorsicht, Empathie und analytisches Denken. Die hippokratische Lehre, ein Arzt habe sich auf sorgfältige Beobachtung, Befragung und Untersuchung zu stützen und seine Diagnose und Therapie systematisch zu erarbeiten, mutet recht aktuell an.
Kos ist die Insel dieses antiken Arztes Hippokrates, in der Inselgruppe des Dodekanes im ägäischen Meer nordwestlich von Rhodos gelegen und 290 km² groß mit ca. 35.000 Einwohnern. Die Die Inselhauptstadt Kos zählt etwa 16.000 Einwohner und liegt am Nordost-Ende der Insel unmittelbar vor der türkischen Südküste.

Tigaki liegt etwa 10 km von Kos entfernt auf der nordwestlichen Seite der Insel und ist durch regelmäßig verkehrende Busse sowohl mit der Hauptstadt als auch mit den anderen Orten verbunden. Der Flughafen ist etwa 25 km

entfernt.
Die Insel misst ca. 55 km in der Länge. Die breiteste Stelle misst ca. 12, die schmalste ca. 1,5 km. In Längsrichtung werden die Städte Kos und Kefalos durch eine Hauptstraße verbunden, an der die Orte Zipari, Pyli und Antimachia liegen. Die am Meer liegenden Touristenorte Tigaki, Marmari, Mastichari und auf der Südostseite Kardamena erreicht man auf Nebenstraßen.

Die ägäischen Inseln sind eine geologisch relativ junge Formation. Deshalb weisen sie recht schroffe, landschaftlich schöne Bergregionen mit reizvollen Bergdörfern auf, wie zum Beispiel Zia. Von dort aus läßt sich der etwa 850 m hohe Dikion besteigen, der bei klarem Wetter eine hinreißende Aussicht auf die Nachbarinseln gewährt.
Man sollte auf keinen Fall versäumen, auch den Nachbarinseln von Kos einen Besuch abzustatten. Mit kleinen Ausflugsschiffen, die bei ausreichendem Wind auch mal die Segel setzten, kann man die unmittelbar nordwestlich angrenzenden Inseln Pserimos, Plati und Kalymnos kennen lernen; aber auch die Vulkaninsel Nissiros, die vor Rhodos liegende Insel Symi, Rhodos selbst und die Inseln Leros, Lipsi und Patmos - die heilige Insel, weil sich auf ihr die Grotte des Johannes befindet, auf den nach hiesiger Überlieferung dort die im Neuen Testament der Bibel enthaltene "Offenbarung" herniederkam - bieten lohnenswerte Ausflugsziele. Allerdings: Ein nur einwöchiger Urlaub reicht für das ganze Programm nicht aus.
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